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Der Waldweg zum Haus Eichen ist unbefestigt. Schotter, bisschen holprig. Wer bei der Anfahrt denkt, da kommt jetzt nichts mehr, ist richtig. Und überrascht. Später, auf dem Heimweg, drängt sich ein Gedanke auf. Passt irgendwie zum Thema: Menschen, die hierherkommen, haben einen extrem steinigen Weg hinter und oft auch noch vor sich. Alkohol, Drogen aller Art, eine Mischung aus beidem, immer öfter auch Internet- und Spielsucht treiben Menschen an den Rand der Gesellschaft. Kein Job, kein Geld, hohe Schulden, die falschen Freunde, kaum Kontakt zur Familie, keine Wohnung mehr. Haus Eichen, eine Einrichtung der Kontext gGmbH mit dem Landesamt für Soziales als Leistungsträger, ist Anlaufstelle für Menschen, die eine stationäre Entgiftung (meist auf der geschlossenen Abteilung der Psychiatrie in Krankenhäusern) hinter sich haben, und die ihre bestehende oder drohende Wohnungslosigkeit und Suchtproblematik überwinden wollen. Hier gibt es Hilfe, offene Ohren für die im Durchschnitt 16 Klienten. Gespräche sind enorm wichtig. „Die untereinander noch viel mehr als die mit uns“, wird Pädagoge Gabriel Blass später sagen. Der 28-jährige aus Daun leitet die Einrichtung für suchtkranke Wohnungslose und von der Wohnungslosigkeit bedrohte Menschen aus Rheinland-Pfalz gemeinsam mit Diplompädagogin Maria Benker.

Rheinzeitung 01.09.2017, 17:11 Uhr

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Wohlfühlatmosphäre und Gemeinschaftsgefühl gehören zum Erfolgsrezept der Suchtkrankenhilfe des Hauses Eichen in der Hanosiusmühle bei Blankenrath. Seit vier Jahren arbeitet ein fünfköpfiges Beratungs- und Betreuungsteam daran, wohnungslosen Männern und Frauen mit einer vorliegenden Alkohol- oder Medikamentenabhängigkeit eine Chance auf ein normales Leben zu geben. Mit Erfolg. "Wir haben nur ganz wenige Rückfälle", erklärte Vera Wilke, die derzeitige Leiterin der Einrichtung.

Rheinzeitung 19.09.2016, 16:27 Uhr

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